Ausbildungsstruktur

«MTB Guide» vs. «Tour Guide» vs. « MTB Instructor»

Swiss Cycling Guide bietet drei verschiedene Lehrgänge für drei verschiedene Kundensegmente an. Von fahrtechnisch einfachen Kiesstrassen, bis hochalpinen Singletrails oder Fahrtechniktraining für alle Niveaus, decken die drei Ausbildungen alles ab.

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Guide-News

 26.05.2016

 Massarbeit in Magglingen

Wer Swiss Cycling Guide werden möchte, muss seine Fahrkünste in einer Aufnahmeprüfung unter Beweis stellen. Dabei stehen Technik, Kondition und Orientirung im Gelände genauso auf dem Programm wie Sozialkompetenz.

Von Nelly Jaggi. Bild: Swiss Cycling

Es ist kalt und trüb an diesem Samstagmorgen in Magglingen. Zwei Handvoll Bikerinnen und Biker kommen unvermittelt einen Waldweg herabgerauscht und versammeln sich bei der Ende-der-Welt-Sporthalle. Sie haben heute alle ein gemeinsames Ziel: das Bestehen der Aufnahmeprüfung für den Swiss-Cycling-MTB-Guide-Grundkurs.

Als erstes stehen Prüfungen in vier Grundtechniken auf dem Programm. Experte Splint Leist führt die Anwärterinnen und Anwärter von Posten zu Posten. Die Anforderungen sind hoch, aber offensichtlich keineswegs vermessen, wie Splint gleich selber beweist, indem er jeweils mit beeindruckender Lockerheit das Punktemaximum demonstriert. Bevor es Ernst gilt, dürfen alle 15 Minuten lang üben. Die Stimmung ist nervös, viele nutzen die Zeit auch, um noch einmal kurz hinter den Büschen zu verschwinden.

Rasch kristallisiert sich die Angstübung heraus: das 360-Grad-Hüpfen. Bereits in die richtige Ausgangslage zu fahren ist ein Kunststück, denn das Vorderrad muss auf einem Kreis mit 30 cm Durchmesser stehenbleiben. Alle sind froh, dass ihnen Splint erlaubt, erneut in den Kreis reinzufahren, wenn sie das Vorderrad nicht auf Anhieb an der richtigen Stelle zum Stillstand bekommen.

Doch auch die drei anderen Grundtechniken haben ihre Tücken. Beim Stillstehen auf einem 2x4 Meter grossen Feld wird vielen bewusst, wie lange vier Minuten auch dauern können. Hindernisse überspringen ist aus dem Bikeralltag bestens bekannt. Doch selten stehen sie so nahe beieinander. Hinterrad-Versetzen beherrschen alle. Blöd nur, verlangt der ausgesteckte Slalomparcours zentimetergenaue Massarbeit.

"Die Nervosität ist bei diesen Technikprüfungen jeweils am höchsten", sagt Splint. Doch eigentlich machen sie nur einen Bruchteil aus. Als nächstes folgt ein Randkurs im Gelände. Der Experte möchte sehen, wie sich die Prüflinge auf dem Bike bewegen. Sie absolvieren vier Runden und werden dabei genau beobachtet. Splint schaut dabei auch, wie sie sich selber einschätzen. Es sei ihm beispielsweise lieber, wenn jemand sauber absteigt, wenn er merkt, dass er eine Passage nicht fahren kann.

In einem dritten Teil werden die Kandidatinnen und Kandidaten ohne vorheriges Üben auf einen Parcours mit fahrtechnischen Aufgaben geschickt. Es kann sein, dass sie ein Glas Wasser über die Wurzelpassage jonglieren, Dinge vom Boden aufheben oder während der Fahrt ein Kleidungsstück ausziehen müssen.

Die Krönung des Tages bildet ein Orientierungslauf auf dem Mountainbike. Hier zeigt sich neben Faktoren wie Kondition und Fahrtechnik auch, ob sich jemand im Gelände orientieren kann. "Kartenlesen ist elementar, das muss ein Guide einfach können", sagt Splint. An zwei Posten müssen zudem kleine Reparaturen am Bike durchgeführt werden. Nicht zuletzt muss ein guter Guide auch ein Dienstleister sein. Deshalb ist der Tag gespickt mit kleinen Herausforderungen zum Thema Sozialkompetenz.

Die zahlreiche erschienenen Fahrerinnen und Fahre zeigen, dass sich die Guideausbildung immer grösser Beliebtheit erfreut. Auch über die Landesgrenzen hinaus, ein Kandidat ist gar aus Koratien angereist, um die Aufnahmeprüfung abzulegen. "Etwa 90 Prozent bestehen jeweils die Aufnahmeprüfung", sagt Splint. "Es wird in der ganzen Grundausbildung nie wieder so schwierig werden wie heute", ergänzt er. Die Aufnahmeprüfung ist für die Instruktoren des Grundkurses eine Erleichterung. Sie wissen, wo die angehende Guides stehen und können sich auf die Vermittlung der Kursinhalte konzentrieren. "Denn die Guideausbildung ist definitiv kein Ort, um besser Biken zu lernen", stellt Splint entscheidend fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  27.04.2016

 

 

 

 29.03.2016

 

 

 

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Aufnahmeprüfung 4 + 5 zweisprachig! (Deutsch und Französisch)

Die Aufnahmeprüfungen für den Swiss Cycling Guide am 25.06 und 27.08.2016 (AP 4 + 5) werden neu für deutsch- und französischsprechende Aspiranten angeboten.

 

Swiss Cycling Guide Level 2 profitieren in Zukunft doppelt

Die neu gegründete Organisation EOMTBInG (European Organisation of Mountain Bike Insctructor-Guides) besteht aktuell aus einem Zusammenschluss der französischen Guide Ausbildung und Swiss Cycling Guide. Nach dem Anerkennungsprozess würden Swiss Cycling Guides Level 2 von einer Anerkennung in Frankreich profitieren.
Weiterbildung wird sich in Zukunft noch mehr lohnen!

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Tourenveranstalter

Diese Tourenveranstalter garantieren Mountainbike-Erlebnisse auf höchstem Niveau. Diese von Swiss Cycling Guide anerkannten Partnerbetriebe setzen auf ausgebildete Guides und garantieren damit ein Höchstmass an Sicherheit und Qualität. Von Freeride-Angeboten, über Bikestationen im Süden, bis hin zu Fernreiseangeboten, ist Swiss Cycling Guide breit im MTB-Tourismusmarkt abgestützt.

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Meet the Team

Hinter der Ausbildung zum Swiss Cycling Guide steht eine Gruppe von erfahrenen und motivierten Personen, welche seit vielen Jahren in der Welt des Mountainbikens zuhause sind. Unser grosser Bezug zur Praxis und die grosse Erfahrung sorgen für eine Ausbildung, welche sich optimal den Bedürfnissen des Marktes anpasst. Unterstützt wird das Fachkommission-Team in der Ausbildung von externen Referenten, welche Spezialisten in ihren jeweiligen Fachbereichen sind.

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